Bihl Fayence- und Majolikafabrik

1896

Gustav Bihl übernahm die Porzellan-, Fayence- und Majolikafabrik von Robert Hanke.
Diese produzierte Hartporzellan, Steingut, Vasen und "Majolika".

1906

das Unternehmen wurde in Porzellan- und Steingutfabrik G. Bihl & Co., GmbH umstrukturiert.

1918

Ende des Ersten Weltkriegs, gründete das Pariser Friedenskomitee den neuen Staat Tschechoslowakische Republik.
Ab 1920 wurde dieses Herkunftsland auch auf der Keramik erwähnt. In dieser Zeit wurde die bekannte Briefmarke BIHL Tschechoslowakei eingeführt.

1934

wurde die GmbH in die Porzellan- und Steingutfabrik G. Bihl & Co., Aktien-Gesellschaft (AG) umgewandelt.

1938

besetzten Hitlers Armeen das Land und das Unternehmen war gezwungen, den BIHL Sudetengau-Stempel zu verwenden.
Da sich die Produkte mit diesem Stempel jedoch nur schwer verkaufen ließen, wurde der Stempel des BIHL Deutschland eingeführt.

Die Besetzung und Knappheit an Roh- und Brennstoffen sowie der Mangel an Arbeitskräften zwangen die meisten Fabriken, die Produktion einzustellen.
Viele Fabriken wurden nach Teilen und Ausrüstung geplündert, während ihre Arbeiter vorgeladen oder festgenommen wurden.
Das gleiche Schicksal ereilte BIHL

Der Großteil der Produktion wurde beendete.
Nur die Produktion von Hartporzellan für technische Anwendungen konnte bis 1944 betrieben werden.

1945
mussten alle Sudetendeutschen nach dem Potsdamer Vertrag ihre Heimat verlassen. Für Alexander Bihl bedeutete dies, dass er gezwungen war, bei seiner Familie in Bayern Unterschlupf zu suchen.

Bihl Czechoslovakia Farbstempel
Bihl Czechoslovakia Farbstempel
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